Lexikon
BIEK – Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste
BIEK ist die Abkürzung für den Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste, einen deutschen Wirtschaftsverband der Kurier-, Express- und Paketbranche (KEP). Der Verband mit Sitz in Berlin vertritt die Interessen privater Paket- und Expressdienstleister gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Seit April 2024 tritt er unter dem Kürzel BPEX auf.
Wofür steht die Abkürzung BIEK?
Das Kürzel BIEK stand über viele Jahre für den Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste e.V. Der Verband bündelt die wirtschaftlichen und politischen Interessen international tätiger Kurier-, Express- und Paketdienste, kurz KEP-Dienste. Zu seinen Kernanliegen zählen ein fairer Wettbewerb auf den Paketmärkten und die Verkehrspolitik. Gegenüber Medien und Wissenschaft tritt der Verband als Ansprechpartner für die gesamte KEP-Branche auf.
Geschichte und Namensentwicklung
Der Verband wurde 1982 als Bundesverband Internationaler Kurierdienste gegründet, um den internationalen Dokumentenversand zu erleichtern. 1984 folgte eine Vereinbarung mit dem damaligen Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen, die internationale Kurierdienste vom Briefmonopol ausnahm. Damit entstand die erste rechtliche Grundlage, auf der sich private Kurier- und Expressunternehmen auf dem deutschen Markt etablieren konnten. In den folgenden Jahren war der Verband an den Beratungen zur Postreform beteiligt, die 1997 zum heutigen Postgesetz führten.
Der Name des Verbands änderte sich mehrfach:
- 1982: Gründung als Bundesverband Internationaler Kurierdienste.
- 1991: Umbenennung in Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste e.V. (BIEK).
- 2014: Umbenennung in Bundesverband Paket- und Expresslogistik e.V.; das Kürzel BIEK blieb zunächst bestehen.
- 2024: Aktualisierung des Verbandskürzels von BIEK auf BPEX.
Aufgaben und Ziele des Verbands
Als Wettbewerbsverband setzt sich der BIEK für eine Deregulierung des Paketmarktes und für chancengleiche Wettbewerbsbedingungen ein. Ein wiederkehrendes Thema ist die marktbeherrschende Stellung der Deutschen Post AG beziehungsweise der DHL Group, gegen deren Ausnutzung der Verband im Auftrag seiner Mitglieder wiederholt vor Gerichten und Regulierungsbehörden vorging.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verkehrspolitik und der Zustellung auf der letzten Meile. Der Verband befürwortet alternative Zustellkonzepte wie Mikrodepots mit Lastenrädern sowie anbieteroffene Paketstationen. Mit der Initiative „Liefern lieber in der ersten Reihe!" wirbt der BIEK zudem für ein Verkehrszeichen „gewerbliche Liefer- und Ladezone" in der Straßenverkehrsordnung.
Mitglieder des Verbands
Im Verband sind mehrere große private Paket- und Expressdienste organisiert. Die DHL Group gehört ihm nicht an. Zu den Mitgliedern zählen:
- DPD Deutschland
- General Logistics Systems Germany (GLS)
- GO! Express & Logistics
- Hermes Germany
- myflexbox
- Night Star Express
- nox Germany
- UPS
Auf europäischer Ebene ist der Verband Mitglied der European Express Association (EEA) und pflegt ein breites Netzwerk zu weiteren Verbänden und Unternehmen der Logistikbranche.
Die KEP-Studie als Marktanalyse
Der Verband gibt jährlich die KEP-Studie heraus, eine Marktanalyse zur Kurier-, Express- und Paketbranche in Deutschland. Sie liefert Zahlen, Daten und Trends zur Entwicklung des Marktes. Für das Jahr 2023 weist die Studie Umsätze von rund 26,5 Milliarden Euro und etwa 4,18 Milliarden beförderte Sendungen aus. Die Studie zählt zu den wichtigsten Datenquellen für die Einordnung des deutschen Paketmarktes.
Passende Produkte
Die im BIEK organisierten Dienstleister befördern täglich Millionen Pakete. Für einen sicheren Versand über diese Anbieter kommt es auf eine stabile Umverpackung an. Passende Kartonagen finden sich in den Kategorien Kartons & Faltschachteln und Versand-Verpackungen.