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Lexikon

Nachnahme: Kosten, Ablauf und Gebühren

Nachnahme bezeichnet eine Versandart, bei der der Empfänger den fälligen Betrag erst bei der Zustellung der Sendung bezahlt. Der Zusteller übergibt die Ware ausschließlich gegen Zahlung und leitet den eingezogenen Betrag nach Abzug der Gebühren an den Absender weiter. Die Nachnahme verbindet damit Lieferung und Bezahlung in einem Schritt.

Wie funktioniert die Nachnahme?

Bei einer Nachnahmesendung legt der Absender einen Geldbetrag fest, den der Empfänger vor der Übergabe der Ware entrichten muss. Der Paketdienst zieht diesen Nachnahmebetrag bei der Zustellung ein und überweist ihn anschließend an den Absender. So erhält der Versender sein Geld, ohne in Vorleistung gegenüber einem unbekannten Käufer zu treten.

Ist der Empfänger bei der Zustellung nicht anzutreffen, hinterlässt der Zusteller in der Regel eine Benachrichtigung. Die Sendung lagert dann in einer Filiale oder einem Paketshop, wo der Empfänger den Betrag begleicht und das Paket abholt. Wird die Ware nicht angenommen oder der Betrag nicht gezahlt, geht die Sendung an den Absender zurück.

Kosten und Gebühren

Für den Nachnahmeversand fallen neben dem eigentlichen Kaufpreis zusätzliche Gebühren an, die sich auf Absender und Empfänger verteilen. Bei der DHL Paket-Nachnahme gelten folgende Richtwerte:

  • Nachnahmeentgelt (Absender): rund 8,99 € inklusive Umsatzsteuer, zusätzlich zum Paketpreis. Diese Gebühr trägt der Versender.
  • Übermittlungsentgelt (Empfänger): rund 2,00 €, die der Empfänger bei der Übergabe direkt an den Zusteller zahlt – zusätzlich zum Nachnahmebetrag.
  • Höchstbetrag: der einziehbare Nachnahmebetrag ist begrenzt, bei DHL auf bis zu 3.500 €.

Die genannten Preise sind Richtwerte und können sich ändern. Maßgeblich ist stets die aktuelle Preisliste des jeweiligen Anbieters. Die Brief-Nachnahme der Deutschen Post wurde zum 31. Dezember 2024 eingestellt; für den Nachnahmeversand steht damit vor allem die Paket-Nachnahme zur Verfügung.

Ablauf des Nachnahmeversands

Der Versand per Nachnahme folgt einem festen Ablauf:

  • 1Der Absender bucht beim Paketversand die Zusatzleistung Nachnahme und gibt den einzuziehenden Betrag sowie seine Bankverbindung an.
  • 2Die Sendung wird wie ein normales Paket verpackt, mit dem Nachnahmelabel versehen und übergeben.
  • 3Bei der Zustellung zahlt der Empfänger den Nachnahmebetrag und das Übermittlungsentgelt an den Zusteller und erhält dafür die Ware.
  • 4Der Paketdienst überweist den eingezogenen Betrag an die hinterlegte Bankverbindung des Absenders.

Eignung und Grenzen

Die Nachnahme bietet dem Absender eine gewisse Zahlungssicherheit, da die Ware erst gegen Zahlung ausgehändigt wird. Sie kommt vor allem im Versandhandel und bei Geschäften zwischen einander unbekannten Parteien zum Einsatz.

  • Zahlungssicherheit: Der Absender erhält den Betrag über den Paketdienst, bevor die Ware endgültig beim Empfänger verbleibt.
  • Keine Vorkasse: Der Empfänger zahlt erst, wenn die Sendung tatsächlich eintrifft.
  • Zusatzkosten: Für beide Seiten entstehen Gebühren, die über den reinen Warenwert hinausgehen.
  • Annahmerisiko: Verweigert der Empfänger die Annahme, geht die Sendung zurück und verursacht dem Absender weiteren Aufwand.

Als Alternativen zur Nachnahme haben sich digitale Zahlungswege wie Vorkasse, Rechnung oder Bezahldienste etabliert, die den Zahlungseinzug vom Zustellvorgang trennen und die Zusatzgebühren vermeiden.

Passende Produkte

Unabhängig von der gewählten Zahlungsart benötigt jede Sendung eine stabile Verpackung, die den Inhalt sicher zum Empfänger bringt. Passende Kartonagen für den Paketversand finden sich in der Kategorie Versand-Verpackungen, für gängige Formate zusätzlich bei den Kartons und Faltschachteln.

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Häufige Fragen zur Nachnahme

Bei der DHL Paket-Nachnahme fällt für den Absender ein Nachnahmeentgelt von rund 8,99 € zusätzlich zum Paketpreis an. Der Empfänger zahlt bei der Übergabe ein Übermittlungsentgelt von etwa 2,00 € an den Zusteller. Die Preise sind Richtwerte und können sich ändern.
Das Nachnahmeentgelt für die Zusatzleistung trägt der Absender. Der Empfänger zahlt bei der Zustellung den Nachnahmebetrag sowie ein zusätzliches Übermittlungsentgelt an den Zusteller. Die Aufteilung kann je nach Paketdienst leicht abweichen.
Wird der Nachnahmebetrag nicht gezahlt oder die Annahme verweigert, händigt der Zusteller die Ware nicht aus. Die Sendung lagert zunächst in einer Filiale und geht nach Ablauf der Lagerfrist an den Absender zurück. Der Warenwert bleibt so beim Versender.
Die Brief-Nachnahme der Deutschen Post wurde zum 31. Dezember 2024 eingestellt. Für den Einzug eines Betrags bei der Zustellung steht damit vor allem die Paket-Nachnahme der Paketdienste zur Verfügung.